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Niedersächsischer Staatspreis für Architektur 2020

Niedersächsischer Staatspreis für Architektur 2020 geht an das Projekt „Neues Wohnen an der Alten Döhrener Straße“ in Hannover

Bauminister Olaf Lies zeichnete das Berliner Büro SMAQ – Architektur und Stadt und die Theo Gerlach Wohnungsbau-Unternehmen GmbH & Co. KG, Hannover am 30. September im Niedersächsischen Landtag aus

Hannover: SMAQ – Architektur und Stadt aus Berlin wurden am 30. September in Hannover gemeinsam mit ihrem Bauherrn, der Theo Gerlach Wohnungsbau-Unternehmen GmbH & Co. KG aus Hannover, mit dem Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2020 für ihr Projekt „Neues Wohnen an der Alten Döhrener Straße, Hannover“ ausgezeichnet. Die Jury unter Leitung des Augsburger Architekten Titus Bernhard betonte, dass mit der spielerischen Anordnung der vier Punkthäuser ein attraktives Wohnquartier in der hannoverschen Südstadt mit Eigentums- und Mietwohnungen sowie einem inklusiven Wohnprojekt entstanden sei. Das neue Quartier wirke vermittelnd in dem heterogenen Umfeld und bilde gleichzeitig eine starke eigene Adresse aus. Die Vorzüge würden darüber hinaus durch ein abgestuftes System gemeinschaftlicher Freiräume ergänzt. Entstanden sei ein Ort, der sinnliche Anmutung und hohe Nutzungsqualität, Gemeinschaft und Individualität für unterschiedliche Nutzergruppen beispielhaft vereine. Der Staatspreis stand in diesem Jahr unter dem Titel „Wohnen – zukunftsweisend, klimagerecht!“.

Aus dem Kreis der aus 12 Projekten bestehenden Engeren Wahl wurden neben dem Preisträger „Neues Wohnen an der Alten Döhrener Straße, Hannover“ zwei weitere Projekte für den Staatspreis nominiert. Zum einen das Projekt „holzbox. Umbau und Aufstockung eines ehem. Kindergartens in ein Zweifamilien-Passivhaus“ in Uslar-Volpriehausen der Architekten K17 Steingräber Architektur BDA, Uslar und des Bauherren Jürgen Grund, ebenfalls aus Uslar. Zum anderen das „Wohn- und Geschäftshaus / ehemaliges Feuerwehrareal“ in Celle des Architekturbüros Lorenzen Mayer Architekten GmbH, Berlin mit der Bauherrin WWB Weser-Wohnbau Holding GmbH & Co. KG, Bremen.

Niedersachsens Bauminister Olaf Lies überreichte den Staatspreis am Mittwochabend in der Portikushalle des Niedersächsischen Landtags. „Bereits die Projekte der engeren Wahl zeigten auf, welche verschiedenartigen Einzelaspekte das WOHNEN heute ausmachen. Das Siegerprojekt überzeugt mit seiner sehr hohen Qualität in Architektur und Bauausführung sowie mit seinem integrativen Konzept. Es strahlt in der innen- und außenräumlichen Wirkung sehr viel Kraft aus. Mit einem differenzierten Wohnungsangebot bei großer sozialer Mischung ist es ein vorbildliches Modell gesellschaftlichen Zusammenlebens in Niedersachsen und darüber hinaus.“

Robert Marlow, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen, betonte: „Gerade die vergangenen Monate haben uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die Qualität einer Wohnung für jeden Einzelnen ist. Wohnen war bereits vor Corona eine der bestimmenden sozialen, städtebaulichen und architektonischen Herausforderungen und bleibt es auch jetzt und danach. Wohnen ist gebauter Klimaschutz, Wohnen ist politisch, Wohnen ist gesellschaftlich elementar. Den ausgezeichneten Objekten ist es gelungen, diese Ansprüche in ihren richtungsweisenden Wohnprojekten beispielhaft umzusetzen.“

Der Staatspreis ist die höchste Architekturauszeichnung Niedersachsens und wird vom Land in Kooperation mit der Architektenkammer Niedersachsen vergeben. Die Jury hat den Preisträger aus 71 Bewerbungen in zwei Jurysitzungen und einer zweitägigen Exkursion ermittelt. Alle Bewerbungen sind noch bis zum 8. Oktober 2020 in der Portikushalle des Niedersächsischen Landtags ausgestellt. Die Ergebnisse werden jetzt in einer Dokumentation veröffentlicht und in einer Wanderausstellung an verschiedenen Standorten Niedersachsens gezeigt.