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Niedersächsischer Staatspreis für Architektur

Das Land Niedersachsen, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, lobt seit 1996 alle zwei Jahre den Staatspreis für Architektur aus, seit 2002 in Kooperation mit der Architektenkammer Niedersachsen. Der Staatspreis für Architektur wird für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Architektur im Rahmen eines Festakts in Hannover verliehen.

Es ist der Landesregierung ein besonderes Anliegen, baukulturelle Leistungen in Niedersachsen durch vielfältige Unterstützung in breiter Form anzuregen und zu würdigen. Seit inzwischen über zwanzig Jahren gibt die höchste Architekturauszeichnung des Landes einen thematisch fokussierten, hervorragenden Überblick über das aktuelle Baugeschehen im Land. Das Wettbewerbsergebnis und damit die teilnehmenden Projekte werden in Niedersachsen und darüber hinaus mit der breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt, darunter die Internetpräsentation und die Wanderausstellung der ausgezeichneten Arbeiten. Dies schafft ein Qualitätsbewusstsein und hilft, Maßstäbe dafür zu erarbeiten und zu etablieren.

Niedersächsischer Staatspreis für Architektur 2026: Diese 10 Projekte stehen beispielhaft für architektonische Qualität, Innovationskraft und gesellschaftliche Verantwortung

Jury stellt engere Wahl zusammen – Preisverleihung am 5. November

Am 4. September trat die 12-köpfige Jury zum ersten Mal in Hannover zusammen und bewertete die insgesamt 100 zum Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2026 eingereichten Bewerbungen. Erstmals ohne spezielle Fragestellung und damit themenoffen ausgelobt, einigte sich die Jury unter Vorsitz der Berliner Architektin Prof. Minka Kersten (Kersten Kopp Architekten) nach intensiver Diskussion auf 10 Objekte für die engere Wahl. Diese werden im nächsten Schritt in einer Exkursion vor Ort besichtigt, um dann Nominierungen festzulegen und schließlich das Siegerprojekt zu küren. Die Preisverleihung durch den Niedersächsischen Bauminister Grant Hendrik Tonne ist für den 5. November 2026 ab 19 Uhr im Vortragssaal des Landesmuseums Hannover vorgesehen.

Das ist die engere Wahl zum Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2026:

Museum Friedland 2.BA, Friedland

Bauherrin: Staatliches Baumanagement Südniedersachsen, Göttingen – Anett Janiszewski. Entwurfsverfasser: dichter Architekturgesellschaft mbH, Berlin – Architekt Raoul Kunz, Architekt Nikolaus Steinke. Weitere Beteiligte: onp-Schwieger GmbH, Göttingen – Bodo Barczewski (Bauleitung). Fertigstellung: 27.01.2026. Ergebnis eines Planungswettbewerbs.

Hermann-Löns-Grundschule | Schule im Wandel – Bestand als Ressource, Langenhagen

Bauherrin: Stadt Langenhagen – Hanno Hahn. Entwurfsverfasser: pfitzner moorkens architekten PartG mbB, Hannover – Architekt Serge Moorkens, Architektin Maria Pfitzner. Weitere Beteiligte: pfitzner moorkens architekten PartG mbB, Hannover – Architekt Tilman Graupner (Projektleitung), Architektin Lea Hagemann (Objektüberwachung) / HNW Landschaftsarchitektur – Homeister von Weymarn PartGmbB, Hildesheim – Landschaftsarchitektin Susanne von Weymarn (Freianlagen).
Fertigstellung: Mai 2024. Denkmalstatus: Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG).

Sensoria, Haus der Düfte & Aromen, Holzminden

Bauherrin: Stadt Holzminden – Ralf Flormann. Entwurfsverfasser: Anderhalten Architekten GmbH, Berlin – Architekt Prof. Claus Anderhalten. Weitere Beteiligte: nowakteufelknyrim GmbH design & exhibition architecture, Düsseldorf – Stefan Nowak (Ausstellungsgestaltung) / MuseoConsult, Stuttgart – Ursula Dworak (Projektentwicklung Museumskonzept) / ifb frohloff staffa kühl ecker Beratende Ingenieure PartG mbB, Berlin – Michael Kühl (Tragwerksplanung) / Gebr. Becker GmbH & Co.KG Energie- und Versorgungstechnik, Höxter – Mark Becker (HLS-Planung) / Jödicke GmbH & Co.KG, Hameln – Frank Rott (Elektrotechnik) / LORENZ + MÜLLER Ingenieure, Holzminden – Sebastian Müller (Brandschutzplanung). Fertigstellung: September 2024.

ThiM – Theater im Malsaal, Hildesheim

Bauherrin: gbg Gemeinnützige Baugesellschaft zu Hildesheim AG, Hildesheim – Jens Bollmann. Entwurfsverfasser: Hirsch Architekten BDA, Hildesheim – Architekt Sven Hirsch. Weitere Beteiligte: K. Rowohl – F. Nolte - Ingenieurbüro für Bauwesen GmbH, Hildesheim – Dierk Fischer (Tragwerksplanung) / Dietze - Akustik und Bauphysik, Hildesheim – Guido Dietze (Akustik und Bauphysik) / Blank Ingenieurbüro, Hildesheim – Jan-Niklas Blank (HLKS Planung) / Elektro-Lindemann GmbH, Hildesheim – Georg Brecht (Elektrotechnische Planung) / Schmitz Schiminski Partner GbR, Hannover – Matthias Schiminski (Lichtgestaltung). Fertigstellung: Januar 2024.

Kant Museum im Ostpreußischen Landesmuseum, Lüneburg

Bauherrin: Ostpreußische Kulturstiftung, Lüneburg – Dr. Joachim Mähnert. Entwurfsverfasser: Sunder-Plassmann Architekten PartGmbB, Kappeln/Berlin – Architekt BDA Gregor Sunder-Plassmann, Hans Christian Rieck, Architektin Dörte Bünning (Projektleitung Generalplanung), Architektin Anne Kiefer. Weitere Beteiligte: Sunder-Plassmann & Werner Szenografie GmbH, Hamburg – Johanna Sunder-Plassmann, Carlotta Werner, Jessica Lang / Hoburg Bauregie, Lüneburg (Bauleitung) / Ingenieurbüro Wetzel & von Seht, Hamburg (Tragwerksplanung) / Jan Blieske, Berlin (Lichtplanung / BIB Conept – Philip Langhoff (Brandschutz). Fertigstellung: März 2026.

Erweiterung Lutherschule, Hannover

Bauherrin: Stadt Hannover, Fachbereich Gebäudemanagement – Lutz Kreissler. Entwurfsverfasser: kleyer.koblitz.letzel.freivogel architekten, Berlin – Architekt Alexander E. Koblitz. Weitere Beteiligte: sinai Landschaftsarchitekten, Berlin – AW Faust (Freianlagen) / EiSat Ingenieure, Berlin – Jan Mommert (Tragwerksplanung). Fertigstellung: Februar 2025. Ergebnis eines Planungswettbewerbs.

Portal zur Wasserstadt Limmer, Hannover

Bauherrin: GP Hoch- und Ingenieurbau GmbH, Hannover – Adeeb Khalis. Entwurfsverfasser: BUSCH & TAKASAKI ARCHITEKTEN BDA, Berlin – Architekt Prof. Dr. Julian Busch, Architekt Prof. Simon Takasaki. Weitere Beteiligte: architekturstudio pm, Barsinghausen – Dipl.-Ing. (FH) Wladimir Utas (Architekten LP 5-9) / mesh landschaftsarchitekten PartG mbB, Hannover – Landschaftsarchitekt Prof. Dr.-Ing. Martin Prominski. Fertigstellung: Januar 2025. Ergebnis eines Planungswettbewerbs.

Architekturpavillon für die Stadt Braunschweig, Braunschweig

Bauherrin: Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur und Wissenschaft, Kulturinstitut – Jennifer Bork. Entwurfsverfasser: JUHU! Architektur - Jensen und Hultsch Architekten Part-GmbB, BDA, Braunschweig – Architekt Marcus Aurelius Jensen. Weitere Beteiligte: Miehe Beratende Ingenieure GmbH, Hohenhameln-Bierbergen – Jörg Hluchnik (Tragwerksplanung). Fertigstellung: Mai 2026. Ergebnis eines Planungswettbewerbs.

Bürgerhaus Ofenerdiek, Oldenburg

Bauherrin: Stadt Oldenburg, Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau – Ilona Kath. Entwurfsverfasser: gruppeomp Architektengesellschaft mbH, Rastede – Architekt BDA Oliver Ohlenbusch. Weitere Beteiligte: Stadt Oldenburg, Fachdienst Stadtgrün – Lasse Gienke (Freianlagen). Fertigstellung: Mai 2026. Denkmalstatus: Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG).

Neubau Kreismusikschule Syke, Syke

Bauherr: Landkreis Diepholz – Mischa Flaspöhler. Entwurfsverfasser: SchröderArchitekten Partnerschaft mbB, Bremen – Architekt Michael Schröder. Weitere Beteiligte: Ingenieurbüro Buhr GmbH, Lohne – Tobias Meyer (Tragwerk) / Ingenieurbüro Haag GmbH, Syke – Andreas Haag (TGA) / Ingenieurbüro für Elektro-Installationstechnik M+R Höhl und Riekenberg Partnerschaft, Syke – Thomas Höhl (Elektroplanung) / Ing.-Büro Gerlach, Bremen – Peter Gerlach (Bau- und Raumakustik). Fertigstellung: Juni 2024.

Alle Bewerbungen werden am Tag der Preisverleihung im Landesmuseum Hannover ausgestellt. Ab Frühjahr 2027 werden die Ergebnisse in einer Dokumentation veröffentlicht und in einer Wanderausstellung landesweit zu sehen sein.

Vergangene Staatspreise

Niedersächsisches Ministerium für
Wirtschaft, Bauen, Verkehr und Digitalisierung

Friedrichswall 1
30159 Hannover

https://www.mw.niedersachsen.de

Architektenkammer Niedersachsen
Laveshaus

Friedrichswall 5
30159 Hannover

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