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Ostfalia Hochschule. Labor für Fahrzeugtechnik, Wolfsburg

Adresse

Kleiststraße / Ecke Schachtweg, 38440 Wolfsburg

Bauherr

Land Niedersachsen vertreten durch Niedersächsisches Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL), Hannover

Entwurfsverfasser

Nickl & Partner Architekten AG, Berlin - Prof. Christine Nickl-Weller, Prof. Hans Nickl, Dr. Benjamin Rämmler
Land Niedersachsen vertreten durch das Staatliche Baumanagement Braunschweig

Weitere Beteiligte

Michael Goy, Joel Hahn

Fertigstellung

2017

Fotos

Werner Huthmacher

URTEIL DER JURY

Im Handwerkerviertel Wolfsburgs präsentiert sich das Labor für Fahrzeugtechnik der Ostfalia Hochschule als prägnanter Baukörper. Der stringente Kantenbezug des Kubus zum Straßenraum klärt die städtebauliche Situation. In Erscheinung und Kubatur grenzt sich das Gebäude zu seiner Umgebung klar und selbstbewusst ab. In Interaktion tritt es mit ihr, indem sich der Eckeingangsbereich schaufensterartig gleich zu zwei Straßenfronten öffnet. Die Verzahnung mit dem umgebenden öffentlichen Raum ist durch den Rücksprung der transparenten Foyerzone angedeutet.

Die markante Schwarz-Weiß-Optik ist als Analogie zum Design von Fahrzeug-Prototypen zu lesen, wobei die dreigeschossige Fassade mit der unregelmäßigen, vertikalen Fensterreihung und den silbergrauen Aluminiumblechen eine lebendige Spannung erzeugt.

Im Inneren nimmt sich die Technik den Raum, den sie braucht; Theorie und Praxis sind eng verzahnt. Die gesamte innere Gebäudestruktur wird durch die hochkomplexen Versuchseinrichtungen wie zum Beispiel Fallturm und Windkanal bestimmt. Daran schließen sich in der gebäudehohen, taglichten Versuchshalle mit der betriebsnotwendigen Krananlage die experimentellen Arbeitsplätze und Prüfstände in Form flexibler Werkstattlabore an. In diesem Bereich überzeugt der minimalistische Einsatz robuster Materialien.

Die studentischen Seminar- und notwendigen weiteren Büroräume gruppieren sich L-förmig um die Halle. Dies erleichtert den informellen Austausch. Die Lehrräume sind ansprechend, zum Teil innovativ ausgestaltet und über klare und kurze Wegebeziehungen mit den vielfältigen Techniklaboren sowie der Halle verbunden. Emporen in den Obergeschossen gewähren zudem von dort gestaffelte Blickbeziehungen.

Insgesamt entstand ein architektonisch ansprechendes, lebendiges Gebäude, in dem Forschung und Lehre in optimaler Weise verbunden erscheinen.

 

STÄDTEBAULICHE MERKMALE

Am südlichen Eingang des Wolfsburger Handwerkerviertels soll das Gebäude den Auftakt zu einem innerstädtischen Quartier bilden. Der Eingangsbereich öffnet sich mit einem Rücksprung gleichzeitig zu beiden angrenzenden Straßen. Dreigeschossiger Baukörper.

GESTALTUNGSMERKMALE

Transparente Eingangshalle. Von den Obergeschossen bestehen Blickbezüge in die Versuchshalle.

FLEXIBILITÄT / INNOVATION / NACHHALTIGKEIT

Innerhalb der Halle können Werkstatt- und Labormodule sowie Emporen flexibel angeordnet werden.

NUTZUNGSMERKMALE

Neubau eines Laborgebäudes der Fakultät für Fahrzeugtechnik. Die Versuchshalle mit hochentwickeltenprototypischen Prüfstandsystemen (Windkanal, Fallturm) bildet den Kern des Laborgebäudes. Alle dazugehörigenLabore und Dienstzimmer gruppieren sich um die Halle.

IDENTITÄT

Labor für Fahrzeugtechnik.