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Gute Beispiele
Foto: Foto: Guido Becker
Foto: Foto: Guido Becker
Gehrden
Mühlenhaus Lemmie von 1880

Der denkmalgeschützte Resthof der ehemaligen Windmühle in Lemmie aus dem Jahr 1880 war nicht mehr bewohnbar und drohte zu verfallen. Zwischen 2014 und 2024 wurde das Gebäude in vier Bauabschnitten saniert und zu einem Mehrgenerationenhaus sowie Architekturbüro umgenutzt.

Durch den Einsatz natürlicher Bau- und Dämmstoffe, denkmalgerechter Holzfenster, Einblasdämmung und einer Pelletheizung konnte der KfW-Effizienzhaus-Standard erreicht werden. Abbruchmaterialien und Bauteile, die nicht im Haus erhalten werden konnten, wurden zu Möbeln recycelt oder in der Scheune wiederverwendet. Die zuvor unbekannten und übertapezierten Deckenmalereien konnten restauriert werden.
 


Nutzung
Gewerbe
Wohnen
Bauaufgaben
Umbau / Modernisierung
Umnutzung
Konstruktion
Massivbau, Sichtmauerwerk
Energetische Maßnahmen der Gebäudehülle
Wand: Einblasdämmung oder Poroton-Hintermauerung Sohle: Perimeterdämmung;
Dach: Holzfaserdämmung, Zellulose;
Fenster: denkmalgerechte Holzfenster
Energiebedarf vorher (kWh/m²a)
nicht bekannt, Beheizung über Kohleöfen
Energiebedarf nachher (kWh/m²a)
Primärenergie: 43 kWh/(m²a)
Erneuerbare Energie
Biomasse (Holzpellets), PV
Fokusthemen der Nachhaltigkeit
Erhalt des Bestands, Umstrukturierung (Mehrgenerationenhaus, Wohnen und Arbeiten), Umnutzung Scheune zu Wohnen, Wiederverwertung von vorhandenen Baumaterialien, ökologische Baustoffe, Kalkputz mit Silikatfarbe

Schwierigkeiten / was hätte besser gemacht werden können?

Aufgrund des längeren Leerstands, fehlender Heizungen, unzureichender Abdichtungen und eines zurückgebauten Dachüberstands wies das Gebäude erhebliche Feuchteschäden auf.


Was hat den Bauherrn / die Bauherrin motiviert oder überzeugt?

Als Bauherr und Architekt hat uns die hohe gestalterische Qualität des Gebäudes überzeugt, die Realisierung des Projekts trotz der Herausforderungen zu wagen. Diese Qualität war aufgrund zahlreicher Einbauten, nachträglicher Veränderungen und des insgesamt schlechten Zustands zunächst schwer erkennbar. Die Wiederentdeckung der Deckenmalereien sowie der Erhalt zahlreicher historischer Bauelemente, stellte sich schließlich als besonderer Mehrwert heraus. Die Unterstützung durch die Untere Denkmalpflege und des NLD war von großer Hilfe.


Foto: Foto: Guido Becker
Foto: Foto: Guido Becker
Foto: Foto: Guido Becker
Foto: Foto: Guido Becker

Adresse
An der Mühle 9
30989 Gehrden
Bauherr
Prof. Dr. Tabea und Guido Becker
Architekten
MADE+ Guido Becker