Hannover: Der Vorstandsvorsitzende der Lavesstiftung Robert Marlow und der Juryvorsitzende Prof. Dr. Volker Droste von der Jadehochschule Oldenburg überreichten am 22. Januar 2026 den mit insgesamt 5.000 € dotierten Lavespreis. Die Jury hatte zwei gleichwertige Arbeiten, jeweils von Studierenden der TU Braunschweig, mit dem ersten Preis prämiert.
„Der Zuspruch zu diesem Preis und das Niveau der eingereichten Arbeiten sind wirklich begeisternd“, lobte Jury-Vorsitzender Prof. Dr. Volker Droste die hohe Qualität der eingereichten Studierendenprojekte. Im Mittelpunkt der insgesamt über 100 aus sämtlichen Fachrichtungen und allen Winkeln Niedersachsens eingereichten Arbeiten stand erneut das Bauen im Bestand, aber auch die Nachhaltigkeit, Nachverdichtung, Aufwertung von Landschaftsräumen oder die Weiternutzung, Umnutzung, Wiederwendung von Bauteilen, eine nachhaltige Materialwahl oder auch soziale Fragestellungen zum qualitätsvollen Zusammenleben in Stadt und Region wurden auf ganz unterschiedliche Weise bearbeitet. „Besonders die hohe Themenvielfalt und der zunehmende Fokus auf die gesellschaftliche Verantwortung des Berufsstandes waren auffällig. Wie wollen wir zukünftig miteinander leben und wie muss dafür gebaut werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich viele Arbeiten in diesem Jahr“, freute sich Stiftungsvorsitzender Robert Marlow.
Die Preisträgerinnen und Preisträger sowie alle Anerkennung in der Übersicht:
1. Preis (1.500 €)
Laura Leinert, Technische Universität Braunschweig, „Nächster Halt: Roddenkoppel“
1.Preis (1.500 €)
Milena Marie-Antoinette Nitsche, Technische Universität Braunschweig, „GJENOPPLIVE SMELTEVERKET – Zwischen Tourismus & Industrie – Transformation des Schwerindustrie-Standorts Odda“
2. Preis (1.000 €)
Friedrich Wacker, Leibniz Universität Hannover, „Dove si spacca il calcare, cresce il timo“
3. Preis (500 €)
Daniel Afriyie Owusu und Paul Gumpricht, Leibniz Universität Hannover, „Future5“
Sonderpreis (500 €)
Ole Frieling und Gujejiani Ketevan, Technische Universität Braunschweig, „reziproof“
Anerkennungen
Leon Krug und Luzia Gödde, Technische Universität Braunschweig, „codename BALDRIAN | Wiener Werkstätten 2.0“
Ole Brederlau, Leibniz Universität Hannover, „Comeback Kornmühle – Die Entstehung einer RegioStadt“
Alexandra Dücker und Robert Sievert, Technische Universität Braunschweig, „PostPost – Frankfurt am Main“
Charlotte Schröder, Leibniz Universität Hannover, „Understanding city?“
Sandra Kunert und Pia Jansen, Jade Hochschule, Oldenburg, „Schwebende Höfe – Urbane Baulücke in Berlin-Neukölln“
Leon Kremer, Technische Universität Braunschweig, „Stadtbaustein Kleingarten, Das Urbane Dorf“
Tim Böttcher, hochschule 21, Buxtehude, „Revitalisierung Kallmorgen-Pavillons“
Julius Brandis, Technische Universität Braunschweig, „Wohnen en bloc“
Anna-Lena Abheiden, Jann-Theo Dirksen und Kathleen Behrens, Jade Hochschule, Oldenburg, „TCA – ein Ausbildungszentrum für Accra, Ghana“
Weitere Informationen zu den prämierten Arbeiten finden Sie unter www.lavespreis.de
Ursprünglich als „Studentenförderpreis“ gestartet, wurde der seit 2010 als „Lavespreis“ bekannte Studierendenpreis nun bereits zum 23. Mal vergeben. Mit dem Lavespreis möchte die Lavesstiftung mit Studierenden, Absolventen, Lehrenden und der Öffentlichkeit in einen Dialog treten und das Verständnis dafür schärfen, dass auch schon die Ausbildung der Studierenden der Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung weit über das eigentliche Entwerfen hinausgeht. Denn nicht nur qualitätsvolle Realisierungen, auch Entwurfsqualitäten selbst entstehen gerade durch die Wechselwirkung mit Überlegungen zu Gesellschaft und Gemeinschaft, Kontextuellem wie der Nachhaltigkeit, Materialgerechtigkeit oder konstruktiver Logik.
Pressekontakt
Nils Marius Kirschstein
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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