Das von Anna Dienberg entworfene und vom Büro bröll & dienberg architektinnen in der Umsetzung betreute Gebäude wurde lasttragend aus Strohballen-Quadern erstellt und erfährt derzeit große Aufmerksamkeit in Presse und Öffentlichkeit, bis hin zu einem Beitrag vom NDR.
Entsprechend groß war die Resonanz auf die Einladung.
Architektinnen Heike Bröll und Monika Dienberg stellten das Gebäude vor, das anschließend besichtigt werden konnte. Für das in Niedersachsen einzigartige Projekt waren zunächst einige zusätzliche Prüfungen und Genehmigungen notwendig (vorhabenbezogene Bauartgenehmigung und Zustimmung im Einzelfall für Baumaterial). Für die Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses mit ca. 800.000 Euro Baukosten (KG 100-700) für 180 m² Nutzfläche konnten Fördermittel in Höhe von 500.000 Euro eingeworben werden.
Eine weitere Besonderheit: für das Gebäude konnten weite Teile der Baumaterialien aus der unmittelbaren Umgebung in 200 bzw. 500 m Entfernung eingesetzt werden – 60 Großballen für die Wände und sowie 700 Kleinballen für das Dach.
Unterstützt wurde das Projekt zudem durch eine große Identifikation und Beteiligung der Bevölkerung: 40 Einwohnerinnen und Einwohner der Dorfregion Erbsen, Lödingsen und Wibbecke halfen beim Pressen der Kleinballen. Das Stroh war wegen des feuchten Sommers 2023 nicht als Baustroh geeignet. Weder die Klein- noch die Großballen konnten 2023 gepresst werden.
Deshalb spielt hier große Leidenschaft und größte Unterstützung aller Gremien und der Bewohner eine wichtige Rolle, die das Projekt entstehen ließen.
Von Heike Klankwarth, Regionalbeauftrage für die Region Südniedersachsen


