Großes Interesse an urbaner Natur: Rund 1.100 Besucherinnen und Besucher nutzten am Samstag, 6. Juni 2026 die Nacht der Museen, um die Ausstellung „Großstadtpflanzen“ der Leipziger Künstlerin Franziska Klose in der Architektenkammer Niedersachsen zu besuchen.
Die Ausstellungseröffnung bot zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch über die oft übersehene Pflanzenwelt der Stadt. In ihren fotografischen Serien „Cohabitat Stadt“ und „Detroit“ zeigt Franziska Klose urbane Räume als vielschichtige Lebensräume für Menschen, Pflanzen und Tiere. Die Arbeiten aus Hannover, Dresden und Detroit eröffnen einmal andere Perspektiven auf das Verhältnis von Stadt und Natur und machen sichtbar, wie vielfältig und anpassungsfähig urbane Vegetation sein kann.
Besonderen Zuspruch fanden die beiden Rundgänge mit der Künstlerin um 19 und 21 Uhr. Dabei erläuterte Franziska Klose die Hintergründe ihrer Arbeiten und sprach über die Bedeutung von Pflanzen für das ökologische Gleichgewicht und die Lebensqualität in Städten.
Die Ausstellung regt dazu an, die Stadt als gemeinsames Habitat zu verstehen. Pflanzen kennen keine Grenzen, sie wachsen in vielfältigen Gemeinschaften statt in Monokulturen und prägen die Erde seit Millionen von Jahren. Ihr Umgang mit Veränderung und Anpassung eröffnet spannende Perspektiven für den Blick auf die Zukunft unserer Städte.
All dies ließ sich ausgezeichnet im schönen Hof der Architektenkammer bei einem kühlen Getränk und köstlicher Pasta aus dem Parmesanlaib machen.
Wer’s verpasst hat, kann die Ausstellung „Großstadtpflanzen“ noch bis zum 3. Juli 2026 in der Architektenkammer Niedersachsen sehen.
Und, eine besondere Empfehlung, am Mittwoch, 24. Juni 2026 um 18.30 Uhr an einem Gesprächsabend mit Franziska Klose und Stefan Becker, Geschäftsführer der HannoverStiftung, dabei sein. Die Moderation übernimmt Björn van Herck, Vorsitzender des BDLA Niedersachsen + Bremen.

