Am Braunschweiger Hauptbahnhof Startschuss. Zwei Netzwerke Klimaschutz und Baukultur (Hannover/Hildesheim und Braunschweig) trafen sich zur gemeinsamen Exkursion. Erste Station der von den Architekten KLASSEN UHDE geplante EDEKA in Braunschweig-Lamme. Kein gewöhnlicher Supermarkt, das fällt schon von außen auf.
11.000 reguläre Steine des TRIQBRIQ-Systems wurden verbaut, zuzüglich aller Sondersteine und dem gesamten Dach-Tragsystem. So viel Stahl wie möglich wurde eingespart. Durch die Maßnahme und die Holzbauweise konnten 360 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Das Dach wurde komplett mit PV belegt. Eine Kombination mit einem Gründach war aus statischen Gründen, vor allem der Schneelast, nicht möglich. Die wesentliche Beheizung des Gebäudes erfolgt durch die Abwärme der Kühlregale, ausgenommen der Sozialbereiche und der Kassenzonen.
Weiter ging die Radtour, aufgeteilt in zwei Gruppen á 45 Teilnehmenden, zum Institut für Bauklimatik und Energie der Architektur von Prof. Elisabeth Endres an der TU Braunschweig. Im 10. OG über den Dächern der Stadt stellte Instituts-Mitarbeiter und Kammer-Vertreterversammlungs-Mitglied Svante Kerstingjohänner die einzelnen Konstruktionen des ökologischen Bauens in Kombination mit Flächenbeheizung, die am Institut als Reallabor errichtet und im Betrieb erforscht werden, vor.
Nächste Station: Campus-Rundgang mit dem Fokus auf die Denkmal-Sanierung des Audimax-Gebäudes (Krekeler Architekten) und den Neubau des mehrfach prämierten Studierendenpavillons (Gustav Düsing + Max Hacke). Zum gemeinsamen Ausklang ging es dann abschließend in das „Haus der Baukultur“, wo der ereignisreiche Tag Revue passiert wurde und das Netzwerken so richtig los ging.
Was ist eigentlich dieses Netzwerk Klimaschutz und Baukultur? Fragen nach dem passenden Energiesystem, nach Entwurf und Bau im Kontext der Ressourcenwende oder nach praxistauglichen Erfahrungen mit kreislaufgerechtem Bauen beschäftigen die Planungspraxis mindestens ebenso wie die Auswahl wirklich nachhaltiger Materialien. Genau hier setzen die regionalen Netzwerke Klimaschutz und Baukultur an. In gut angenommenen, regelmäßig stattfindenden, meist zweimonatlichen Treffen und Exkursionen informieren sich Architekt:innen über aktuelle Entwicklungen, diskutieren über konkrete Projekte und tauschen sich aus.
Da kann ich doch nicht einfach mitmachen? Doch, auf jeden Fall! Schauen Sie doch mal in unserem Veranstaltungskalender vorbei. https://www.aknds.de/aktuelles/veranstaltungskalender
Kontakt: Gabi von Allwörden, gabi.vonallwoerden@aknds.de


