Zweite Auflage von Architektur im Dialog in 2026. Am 23. April lädt die Lavesstiftung wie gewohnt in das Alte Rathaus nach Hannover ein. Gast ab 19 Uhr ist der Intendant/Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung 2027 Stuttgart, Andreas Hofer. Seinen Vortrag „Bauwende – Zeitenwende“ beschreibt er selber wie folgt:
Im Immobilienboom der Zehnerjahre gestartet, sollte die IBA’27 in der Region Stuttgart in einer Zeit wirtschaftlicher Stärke Perspektiven für absehbare technologische und soziale Umwälzungen erarbeiten. Im Gegensatz zu anderen IBAs, wie zum Beispiel der IBA Emscherpark, die auf Krisen reagierten, war in der Region Stuttgart von präemptivem Strukturwandel die Rede. Der hundertste Geburtstag der Weißenhofsiedlung im Jahre 2027 war dabei mehr als willkommener Anlass. Der Pioniergeist der Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts, die Radikalität, Technologiebegeisterung und der gesellschaftliche Aufbruch waren inspirierender Ausgangspunkt. Gut ausgestattet und breit politisch abgestützt, machte sich das Team der IBA’27 2018 auf den Weg in die Region und stellte dabei fest, dass die Wohlstandsidylle schon brüchig war. Bis heute sind bei der IBA’27 mehr als 200 Projektvorschläge eingegangen. Kleinere Kommunen nutzten die Unterstützung, um sich ihren Sorgenkindern – brachliegende Gewerbeflächen, in die Jahre gekommene Wohnquartiere, dem Mangel an bezahlbarem und altersgerechtem Wohnraum – anzunehmen. Und dann kamen sie, die Krisen: gestörte Lieferketten, explodierende Baupreise, steigende Zinsen und massive Einbrüche bei der Industrie. Die IBA’27 thematisiert den Epochenbruch, wird im Ausstellungsjahr Bauten und Projekte zeigen. Ob sich ihre Konzepte für die produktive gemischte Stadt materialisieren, wird sich teilweise erst in den Folgejahren zeigen.
Die Anmeldung ist über die Seite der Lavesstiftung möglich:
https://www.lavesstiftung.de/themen-projekte/architektur-im-dialog

