Ein historisches Gerichts- und Verwaltungsgebäude von 1748 wurde denkmalgerecht saniert und wird nun von einem Hospizverein neu genutzt. An der Sanierung waren überwiegend Geflüchtete aus Syrien beteiligt. Viele brachten Erfahrung mit Lehmputz mit. Der dafür genutzte Lehm wurde vor Ort ausgebaut und weiterverwendet, auch alte Ziegel und Holz fanden ihren Platz im sanierten Gemäuer. Trotz des Verzichts auf eine Photovoltaikanlage überzeugt das Gebäude mit guter Energieeffizienz und hoher sozialer Wirkung im Quartier.
Dieses Beispiel setzt auf Gebäudeerhalt statt Abriss, um Ressourcen zu schonen und die Identität des Ortes zu bewahren. Durch sehr hohe Energieeinsparung und den Einsatz CO2-bindender Materialien trägt es aktiv zum Klimaschutz bei. Zudem wird Leerstand im ländlichen Raum sinnvoll genutzt, um neue Wohn- und Lebensräume zu schaffen. Die Maßnahmen sind effizient, wirtschaftlich und auf viele Gebäude übertragbar, wodurch das Beispiel als Modell für nachhaltige Gebäudenutzung und Energieeinsparung dient.
38528 Adenbüttel