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Regionalkonferenz Inklusiv gestalten in Hannover: Wirtschaftlichkeit beim inklusiven Bauen

| Kammer aktuell

Wie sich barrierefreier und inklusiver Wohn- und Lebensraum wirtschaftlich planen und bauen lässt, stand am 13. Januar 2026 im Mittelpunkt der Konferenz, zu der der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer (BAK) und der Architektenkammer Niedersachsen nach Hannover eingeladen hatte.

Wie sich barrierefreier und inklusiver Wohn- und Lebensraum wirtschaftlich planen und bauen lässt, stand im Mittelpunkt der Regionalkonferenz Inklusiv gestalten – Wirtschaftlichkeit beim inklusiven Bauen, zu der der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer (BAK) und der Architektenkammer Niedersachsen nach Hannover eingeladen hatte.

Angesichts steigender Baukosten und zunehmender Sparzwänge gerät Barrierefreiheit im Bauwesen verstärkt unter Druck. Die Konferenz verdeutlichte, dass inklusives Bauen kein Zusatz, sondern ein wesentlicher Bestandteil qualitätsvoller Architektur ist. Im Fokus der Veranstaltung stand die Erkenntnis, dass eine frühzeitige Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse zu nachhaltigen und wirtschaftlichen Lösungen beiträgt.

„Barrierefreiheit und Wirtschaftlichkeit sind keine Gegensätze – denn wer heute barrierefrei baut, baut klug und vorausschauend“, so Jürgen Dusel, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung. „Um diesen scheinbaren Gegensatz aufzulösen, muss das Thema barrierefreies Bauen zwingend in die Ausbildungscurricula aufgenommen werden, damit die Fachleute für Architektur innovativ und kostenbewusst beraten und bauen können. Denn wer heute Barrieren baut, leistet unserer älter werdenden Gesellschaft, die zunehmend auf Barrierefreiheit angewiesen sein wird, keinen guten Dienst.“ 

Für den Präsidenten der Architektenkammer Niedersachsen Robert Marlow war klar: „Barrierefreiheit kostet Geld. Inklusion ist nicht zum Nulltarif zu haben. Sie muss uns als Gesellschaft auch etwas wert sein. Aber: Wir stehen vor einem doppelten Anspruch. Wir müssen inklusiv und gleichzeitig wirtschaftlich bauen. Beides gegeneinander auszuspielen, wäre fachlich falsch und gesellschaftlich gefährlich. Gute und kluge Planung kann einen erheblichen Beitrag zur Kostenersparnis beitragen.“ 

„Barrierefreiheit ist keine Sonderlösung für eine Minderheit – sie ist auch wirtschaftlich vorausschauendes Entwerfen für eine Gesellschaft, die altert", so Wiebke Ahues, Vizepräsidentin der BAK. „Als Planende navigieren wir im Spannungsfeld zwischen Baukosten, baurechtlichen Anforderungen und den vielfältigen Bedürfnissen künftiger Nutzender. Unsere Fachkompetenz zeigt sich darin, diese Interessen bereits im Vorentwurf sinnvoll abzuwägen und zusammenzuführen – ob im Neubau oder im Bestand. Weil inklusive Gestaltung Räume mit größerer Nutzungsflexibilität schafft und die langfristige Wertbeständigkeit dadurch erhöht, muss die Diskussion über Wirtschaftlichkeit hier dringend präzisiert werden."

Nach der Begrüßung durch Robert Marlow und Grußworten von Jürgen Dusel wurden mit einem Impulsvortrag, Präsentationen gelungener Praxisbeispiele interdisziplinäre und intelligente Planungsansätze veranschaulicht. 

Den Abschluss bildete ein hochkarätig besetztes Podiumsgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bundes- und Landespolitik, Architektur und Fachinstitutionen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Katrin Müller-Hohenstein (ZDF).

 

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