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Das Wohnhaus, am Oste-Hamme-Kanal und nördlichen Rand des Teufelsmoores gelegen, orientiert sich an den Vorbildern ländlicher Architektur Norddeutschlands: den lang gestreckten Wohn- und Wirtschaftsgebäuden mit einem rechteckigen Grundriss und einem einfachen Satteldach. Ein Grundriss ohne Schnörkel, ganz schlicht, ist nicht nur energetisch von großem Vorteil, sondern auch viel günstiger als ein Grundriss mit Erkern und Giebeln.
Die großflächige Verglasung der Südfassade und die Dachüberstände mit Zinkblecheindeckung verleihen dem Gebäude eine Leichtigkeit. Das auskragende Dach wirkt im Sommer wie eine Baseballmütze als sehr wirksamer Sonnenschutz, im Winter, wenn die Sonne niedrig steht, kann sie jedoch weit in das Gebäude eindringen und für Helligkeit sorgen.
Das Raumprogramm ist auf einen Zweipersonenhaushalt zugeschnitten. Eine leichte Treppe aus Stahl und Holz, gerade und schnörkellos, führt am Koch- und Essbereich vorbei in das Dachgeschoss. Dort befinden sich das Schlafzimmer sowie eine Lesegalerie, die großzügige Raumeindrücke schafft. Dort wo keine Abtrennung erforderlich ist, wurde auch keine gemacht: das gesamte Haus hat nur drei Innentüren. Das spart Geld und schafft Weiträumigkeit.
Es herrscht ein angenehmes, ausgleichendes Raumklima. Der Zusammenklang von Natur und Architektur findet in der Außengestaltung seine Ergänzung. Nur ein Teil des Gartens wurde als »Kulturgarten« mit Wegen und Pflanzflächen angelegt, der überwiegende Teil jedoch der Natur zurückgegeben und sich selbst überlassen. Schön zu sehen, wie die Birken, Vogelbeerbäume und Weiden die Flächen zurückerobern und zum Ferienhauscharakter des Hauses beitragen.

Fotos: Andreas Bormann

 
 

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