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Anbau übers Dach

Die Herausforderung

Eine Stadtvilla aus den 30er-Jahren mit großem Garten: Um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, wünschten sich die Besitzer auf der Gartenseite einen Anbau über zwei Etagen. Außerdem sollte der Übergang vom Wohnraum im Erdgeschoss in den Garten vereinfacht werden. Die Tücke steckte in der Umsetzung: Der Zugang für diese Baumaßnahmen war einzig durch einen extrem schmalen Durchgang möglich. Hinzu kam, dass die Familie mit ihren zwei kleinen Kindern während der gesamten Umbauarbeiten im Haus bleiben wollte. Damit war – neben gestalterischer Findigkeit und konstruktiven Ideen – auch ein perfekter Zeitplan gefordert.

Die Lösung

Ein puristischer Erweiterungsanbau aus vorgefertigten Elementen, der sich über eine gläserne Fuge mit der Villa verbindet. Dafür wurde zunächst ein alter Anbau abgerissen und der Schutt per Schubkarren durch das Nadelöhr zwischen Haus und Nachbargrundstück abtransportiert. In seiner Maßstäblichkeit fügt sich der moderne Anbau in die Umgebung ein, die Materialität aber steht in deutlichem Kontrast dazu: geschosshohe Betonelemente, hell und geradlinig, die mit einem Spezialkran über das Dach hinweg gehoben und passgenau montiert wurden. Damit konnte die Bauzeit auf ein Minimum reduziert werden. Wenige, auf unterschiedlichen Ebenen im Haus und auf der Terrasse verteilte Stufen aus Beton überwinden nun den Höhenunterschied zwischen Gebäude und Garten und fügen sich als Gestaltungselement harmonisch in das Gesamtbild ein.

Fotos: Martin Rohrmann, Olaf Mahlstedt

 

Projektdaten

»Neue Aussichten an historischem Haus.«
saboArchitekten

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