Sie befinden sich in der Pfadnavigation
Zum Inhalt springen
  Juni 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
  • Veranstaltungsorte
    • alle Veranstaltungsorte
    • Alfeld
    • Braunschweig
    • Bremen
    • Celle
    • Hannover
    • Königslutter
    • Osnabrück
    • Wolfsburg

Vortrag

Montag, 24.06.2019

Die Bauhaus-Rezeption in der BRD. Divergenzen zwischen Realgeschichte und Rezeption mit Philipp Oswalt (Architekt, Universität Kassel)

Hannover

Vortragsreihe
Bau.Haus.Kultur.Geschichte

Die diesjährigen Veranstaltungen der AG Stadtleben können natürlich das 100-jährige Bestehen des Bauhauses nicht ignorieren. Wir konzentrieren uns auf die Divergenzen zwischen der Realgeschichte des Bauhauses und der heutigen Rezeption (Philipp Oswalt), auf die vergessenen Frauen am Bauhaus (Anja Baumhoff) und stellen einen Bezug der hannoverschen und niedersächsischen Nachkriegsmoderne zum Bauhaus her. Beide Strömungen ließen es häufig an der nötigen Sensibilität gegenüber dem älteren baukulturellen Erbe fehlen (Sid Auffarth).

Spätestens ab 1930 schuf Walter Gropius aus dem Bauhaus eine Marke – es wurde auf eine griffige, widerspruchsfreie Formel reduziert, die gut zu vermarkten und in Konsum, Kultur und Politik zu verwerten war. Nach 1945 konnte Gropius mit der Publikation seiner Bücher, der Gründung des Bauhaus-Archivs und der Stuttgarter Ausstellung von 1968 dieses Bild im Westen durchsetzen. Der zunächst ausgeblendete, dann diffamierte Beitrag Hannes Meyers zum Bauhaus spielte aber für
die HfG Ulm und Teile der westdeutschen Linken ab den 1970er-Jahren eine relevante Rolle.

Termin
24.06.2019, 19 Uhr

Ort
Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4

Philipp Oswalt
Foto: Christoph Petras