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Aktuell

Leben auf dem Dorf: Über den Umgang mit aktuellen Herausforderungen

Abendvortrag von Prof. Dr. Karl Martin Born, Geograph an der Universität Vechta

Nach dem Strukturwandel der letzten Jahrzehnte hat das Leben auf dem Dorf gegenwärtig einen schweren Stand: Manche Wirtschaftsforscher und Demographen wenden sich in ihren Empfehlungen zur Zukunftsgestaltung ländlicher Räume erkennbar von Dörfern ab. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle postulierte jüngst die Stärkung von Städten als Zentren wirtschaftlicher Entwicklung und somit eine Umlenkung von Finanzmitteln aus den Dörfern in die Städte. Das Berlin-Institut hat 2012 gar eine Abwanderungsprämie postuliert, auch wenn dieser Ansatz im Lichte der Sicherung gleichwertiger Lebensbedingungen wenig Unterstützung findet. Dennoch scheint eine Grundüberzeugung darin zu liegen, dass wir in Zukunft auch mit verschwundenen Dörfern („Wüstungen“) rechnen müssen, insbesondere in Ostdeutschland. Dagegen werden weiterhin staatliche Fördermittel in ländliche Räume investiert, um Strukturen für die Zukunft zu stärken, und lokale Initiativen und Projekte engagieren sich für eine Stärkung dörflichen Lebens und dörflicher Identität. Zwischen Utopien und Dystopien liegen Perspektiven, die nur durch die Weiterentwicklung bestehender bzw. die Anwendung neuer Instrumente erreicht werden können. Wesentliche Ansätze für die Bewältigung gegenwärtiger Herausforderungen sollen erläutert werden.

Veranstalter

Niedersächsisches Landesarchiv

Termin

Dienstag, 18. Februar 2020, 19:30 Uhr

Ort

Museum Schwedenspeicher, Wasser West 39, 21682 Stade