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Anna-Siemsen-Schule, Hannover Entwurfsverfasser: Karl Elkart (eingeweiht 1932) Foto: Olaf Mahlstedt

Hauptbahnhof Braunschweig Entwurfsverfasser: Werner Dürkop (fertig gestellt 1960) Foto: Olaf Mahlstedt

Haus Franck, Goslar Entwurfsverfasser: Heinrich Ehelolf & Daniel Heister (1929/30) Foto: Olaf Mahlstedt

Aktuell

Bekanntes, Verborgenes und Vergessenes.

Die Lavesstiftung eröffnet am 6. Juni um 19 Uhr zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus-Gründung die Ausstellung „Bekanntes, Verborgenes und Vergessenes.“ mit 19 architektonischen Zeugnissen der letzten hundert Jahre in Niedersachsen, die ohne das Bauhaus nicht denkbar gewesen wären. Dahinter steckt die Idee, die Zukunftsfähigkeit der Bauhaus-Gedanken unter Beweis zu stellen und das öffentliche Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Bauhaus kein Stil ist, sondern eine Haltung, die die Grenzen zwischen Handwerk, Technik, Kunst und Industrie überwindet und die architektonische Form und Funktion einander näher bringt.

In einer Gegenüberstellung von historischem und aktuellem Bild- sowie Textmaterial werden weniger bekannte oder in Vergessenheit geratene Bauten ebenso gezeigt wie Architektur-Ikonen, darunter das ab 1911 errichtete Fagus-Werk in Alfeld, das Direktorenwohnhaus von Otto Haesler und Katt Both in Celle oder der 1929–30 von Henry van de Velde geplante Heinemanhof in Hannover. In die Ausstellung werden die Ergebnisse einer Befragung aller Mitglieder der Architektenkammer Niedersachsen einbezogen, die verdeutlichen, welche Einflüsse das Bauhaus auch heute noch auf die Arbeit der Architekten hat.

Zur Eröffnung am Donnerstag, 6. Juni 2019 um 19 Uhr begrüßt Kammerpräsident Robert Marlow. Im Anschluss führen die Beteiligten der vorbereitenden Arbeitsgruppe in die Ausstellung ein:

  • Wolfgang Schneider, Vorstandsvorsitzender der Lavesstiftung und Ehrenpräsident der Architektenkammer Niedersachsen
  • Dr.-Ing. Jan Lubitz, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege
  • Dr.-Ing. (des.) Arne Herbote, TU Braunschweig, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt
  • Susanne Kreykenbohm, Vertreterversammlung der Architektenkammer Niedersachsen / Bund Deutscher Architekten (BDA) Niedersachsen und
  • Dr. Felicia Riess, Architektenkammer Niedersachsen / Lavesstiftung.


Gefördert durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Hannover


Begleitprogramm zur Ausstellung:

Nacht der Museen (15. Juni, 18–23.30 Uhr)
Die Lavesstiftung beteiligt sich mit der Ausstellung „Bekanntes. Verborgenes. Vergessenes“ an der diesjährigen Nacht der Museen. Um 20 Uhr und um 22 Uhr sind Führungen durch die Ausstellung geplant. Dazu gibt es Kulinarisches im Gartenhof des Laveshauses.

Architektur im Dialog (26. Juni, 19 Uhr)
Welche Bedeutung hat das Bauhaus für Niedersachsen und welche bis heute für die Architekten im Land? Wie steht es überhaupt um die Zukunftsfähigkeit der Bauhausgedanken? Diesen Fragen geht ein Podiumsgespräch im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Architektur im Dialog“ im Festsaal des Alten Rathauses Hannover nach. Mitwirkende auf dem Podium:

  • Dr.-Ing. Christina Krafczyk, Präsidentin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege
  • Prof. Dr. Karin Wilhelm, emeritierte Professorin für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt (TU Braunschweig)
  • Dipl.- Ing. Architekt BDA / DWB Franz Jaschke, BRENNE ARCHITEKTEN GmbH aus Berlin / Vorstandsvorsitzender Docomomo Deutschland e. V.
  • Prof. Dr. Rainer Stamm, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Moderiert wird das Gespräch vom Berliner Architekturkritiker Nils Ballhausen.

Anmeldung zu „Architektur im Dialog“ erforderlich, per E-Mail bis zum 19.06.19 an
felicia.riess(at)aknds.de