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Weg frei für Nutzungsänderungen durch Innenarchitekten

| Fachmeldungen

Architektenkammer und BDIA setzen Befugnis in NBauO durch

Innenarchitekten sind gem. § 53 Abs. 3 Nr. 5 NBauO berechtigt, Bauanträge für die mit der Berufsaufgabe der Innenarchitekten verbundenen baulichen Änderungen von Gebäuden zu stellen. Immer wieder gab und gibt es im Rahmen von Bauantragsverfahren Fragen zur Reichweite dieser Bauvorlageberechtigung.

Nach Auffassung des für die NBauO zuständigen Niedersächsischen Umweltministeriums (MU) umfasst die Regelung laut Erlass vom 15.07.2019 nicht das Recht, Nutzungsänderungen zu beantragen. Da Umnutzungen jedoch sehr regelmäßig bei Leistungen von Innenarchitekten anfallen, hat sich die Architektenkammer Niedersachsen gemeinschaftlich mit dem Bund Deutscher Innenarchitekten beim MU dafür stark gemacht, eine entsprechende Befugnis zur Beantragung von Nutzungsänderungen zugunsten von Innenarchitekten explizit in die NBauO aufzunehmen.

Diesem dringenden Bedürfnis des Berufsstandes ist der Gesetzgeber nun nachgekommen. Mit dem sogenannten Gesetz zur Änderung niedersächsischer Rechtsvorschriften aus Anlass der COVID-19-Pandemie vom 15.07.2020 wurde unter anderem § 53 Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 NBauO geändert. Die Vorschrift lautet nun wie folgt:

„Bauvorlageberechtigt ist, wer …

5. die Berufsbezeichnung „Innenarchitektin“ oder „Innenarchitekt“ führen darf, für Nutzungsänderungen von Gebäuden sowie für die mit der Berufsaufgabe der Innenarchitektin oder des Innenarchitekten verbundenen baulichen Änderungen von Gebäuden.“

Die entsprechende und seit dem 18.07.20 in Kraft getretene Änderung zur Niedersächsischen Bauordnung finden Sie im Nds. GVBl. Nr. 27/29020 vom 17.07.2020, Seite 247.

https://www.niedersachsen.de/politik_staat/gesetze_verordnungen_und_sonstige_vorschriften/download-verkuendungsblaetter-108794.html