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Niedersächsischer Staatspreis für Architektur 2022 geht an das Projekt Neuordnung und Sanierung Kooperative Gesamtschule Leeste, Weyhe

| Fachmeldungen
Foto: Frank Schinski

REMKE + PARTNER INNENARCHITEKTEN mbB aus Barsinghausen wurden am 23. Juni in Hannover gemeinsam mit ihrem Bauherrn, der Gemeinde Weyhe, mit dem Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2022 für ihr Projekt „Neuordnung und Sanierung Kooperative Gesamtschule Leeste, Weyhe“ ausgezeichnet. Die Jury unter Leitung des Münchener Architekten Muck Petzet betonte, diese umfassende und ganzheitliche Maßnahme zeige, dass intelligentes, Ressourcen und Möglichkeiten des Bestands nutzendes und weiterentwickelndes Umbauen zu einem Ergebnis führen könne, das neben deutlich geringeren Kosten eines Neubaus sogar höhere Qualität liefere. Der Staatspreis stand in diesem Jahr unter dem Titel „Öffentliches (Um-)Bauen – auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Aus dem Kreis der aus 12 Projekten bestehenden Engeren Wahl wurden neben dem Preisträger „Neuordnung und Sanierung Kooperative Gesamtschule Leeste, Weyhe“ drei weitere Projekte für den Staatspreis nominiert: die „Nachhaltige Sanierung im Bildungs- und Begegnungszentrum“ in Liebenau, das „Dokumentations- und Lernort Bückeberg“ in Emmerthal sowie das „Stadtteilzentrum Hannover-Stöcken“.

Niedersachsens Bauminister Olaf Lies überreichte den Staatspreis am Donnerstagabend im Großen Festsaal des Alten Rathauses Hannover. „Der Staatspreis 2022 zeichnet energetisch und ökologisch optimierte, klima- und nutzungsfreundliche öffentliche Gebäude und eine Freianlage aus, die als Sanierungs- bzw. Modernisierungsprojekte sowie als geschichtsaufarbeitender Neubau beispielgebend sind.“

Robert Marlow, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen, betonte: „Wir müssen Planen und Bauen ganzheitlich betrachten und die ökonomischen, ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Anforderungen gleichermaßen einbeziehen. Hierzu will der Staatspreis auch in diesem Jahr den Blick weiten und prämiert aus diesem Grund eine herausragende Schulsanierung.“

Der Staatspreis ist die höchste Architekturauszeichnung Niedersachsens und wird vom Land in Kooperation mit der Architektenkammer Niedersachsen vergeben. Die Jury hat den Preisträger aus 56 Bewerbungen in zwei Jurysitzungen und einer Exkursion ermittelt. Die Ergebnisse werden jetzt in einer Dokumentation veröffentlicht und in einer Wanderausstellung an verschiedenen Standorten Niedersachsens gezeigt.

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