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BDA-SARP-Award 2020 geht nach Braunschweig

| Fachmeldungen

Der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA und der polnische Architektenverband SARP haben in einer virtuellen Preisverleihung den diesjährigen BDA-SARP-Award verliehen.

Foto: Jennifer Kamm

Der mit 2.500 € dotierte bilaterale Nachwuchsförderpreis wird an Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtung Architektur vergeben.

Der Hauptpreis ging an eine Absolventin der Technischen Universität Braunschweig. Darüber hinaus gingen zwei Besondere Auszeichnungen nach Breslau und Nürnberg sowie drei Auszeichnungen nach Breslau, Leipzig und Aachen.

Der BDA-SARP-Award zeichnet jährlich herausragende Abschlussarbeiten im Fach Architektur aus. Die beiden Verbände möchten mit dem Preis junge Architektinnen und Architekten fördern und den Dialog zwischen polnischen und deutschen Architekten stärken. Der BDA-SARP-Award ist der höchstrangige Absolventenpreis der Fachrichtung Architektur der beiden Länder. Die Hochschulen nominieren dafür ihre besten Abschlussarbeiten.

Mit dem BDA-SARP-Award 2020 wurde Jennifer Kamm (Technische Universität Braunschweig) für ihr Projekt „Trümmerberge Berlin. Virtual Reality Center“ ausgezeichnet.

Jennifer Kamm überzeugte die Jury mit ihrer Masterarbeit, die sich den 19 Berliner Trümmerbergen widmet, die nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs aus abtransportiertem Trümmerschutt entstanden. Zur Analyse der Vergangenheit setzt sie innovative architektonische Entwurfsinstrumente ein und führt eine Reihe von historischen Analysen und Studien über die Struktur dieser Berge durch. In einer Vertiefung entwarf sie für vier ausgewählte Trümmerberge virtuelle Räume, die einen Einstieg in den Berg ermöglichen, um darin nach Spuren der Vergangenheit, nach Resten von Straßen und Gebäuden, zu forschen. Die Jury lobte, dass dadurch die Beziehungen und Kontraste zwischen wiederaufgebautem Raum und verdichtetem Schutt offenbart werden. Die Jury weiter: „Der Preis wurde für ein kohärentes Konzept verliehen, das konsequent und klar umgesetzt wurde und das mit Hilfe architektonischer Werkzeuge die Vergangenheit für zukünftige Generationen entdeckt“.