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Foto: Klöpper

Aktuell

Mit Architektur Lebensbedingungen verbessern

Die Lavesstiftung stellte das umweltgerechte Bauen mit natürlichen Ressourcen und damit die nachhaltige Architektur ins Zentrum der Veranstaltung „Architektur im Dialog“ am 26. Februar 2019 im Alten Rathaus in Hannover. Gast der Lavesstiftung war die Architektin Anna Heringer, die vor allem in Entwicklungsländern wie Bangladesch arbeitet und mehrfach mit internationalen Architekturpreisen ausgezeichnet wurde. „Architektur ist für mich ein Werkzeug, um Lebensbedingungen zu verbessern“, sagte Heringer, die sich in ihren Arbeiten mit lokalen ökonomischen und ökologischen Systemen auseinandersetzt. Schönheit, sagte sie, sei nicht reine Formsache, sondern Einklang von Form und Raum mit Ort, Material und Mensch. „Das Potenzial von Architektur als Medium zur Stärkung des kulturellen und individuellen Selbstvertrauens und zur Unterstützung lokaler Wirtschaft und ökologischen Gleichgewichts zu nutzen, ist für mich die Motivation zu meiner Arbeit.“

Ideengeber für die Einladung war der Präsident der Architektenkammer Niedersachsen, Robert Marlow. Er hatte sich Heringer als Impuls zu seinem 60. Geburtstag gewünscht, der anschließend im Laveshaus gefeiert wurde. Als Gäste angesagt, hatten sich auch Niedersachsens Finanzminister Hilbers, Hannover Oberbürgermeister Schostok und der Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer Prof. Ralf Niebergall.

Hintergrund zu Anna Heringer

Die Architektin Anna Heringer wurde mit dem Bau der METI School in Rudrapur, Bangladesch, international bekannt, die sie als Diplomarbeit entworfen hat. Seither hat Heringer durch Bauten hauptsächlich in Asien, Afrika und durch die Architekturlehre u.a. an der Harvard University, ETH Zürich und TU München ihren mehrfach ausgezeichneten Architekturansatz, der auf lokalen Baumaterialien und Arbeitskräften beruht, weiterentwickelt. Ihr zentrales Anliegen ist es, durch das persönliche Engagement des Architekten soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge im Planungs- und Bauprozess schrittweise aufzubauen und deutlich zu machen. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Museen weltweit ausgestellt, wie beispielsweise im MoMA New York, in der Cité de l’architecture in Paris, dem Museum of Modern Art in Sao Paulo und der Biennale in Venedig. Für ihre Arbeit erhielt sie u.a. den Aga Khan Award for Architecture, zweimal den AR Emerging Architects Award und den Global Award for Sustainable Architecture. Die UNESCO verlieh ihr einen Ehrenprofessortitel für „Earthen Architecture, Building Cultures and Sustainable Development.