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Aktuell

Bayerische Architektenversorgung - Schrittweise Anhebung des Beitragssatzes für Selbstständige

Der Landesausschuss hat eine schrittweise Anhebung des Beitragssatzes für Selbstständige von derzeit 15,0 % auf die Höhe des Beitragssatzes in der gesetzlichen Rentenversicherung (gRV) beschlossen.
Ausgangspunkt der Beratungen in den Gremien waren die unterschiedlich hohen Versorgungsgrade von angestellten und selbständigen Mitgliedern. Unter Versorgungsgrad ist vereinfacht ausgedrückt, die Relation des Altersruhegeldes zum Berufseinkommen zu verstehen. Der für Angestellte geltende Beitragssatz in der Bayerischen Architektenversorgung beträgt aktuell 18,6 % (Stand: 2018) und für Selbstständige 15,0 %. Der Beitragssatz bestimmt, in welcher Höhe Beiträge aus dem Jahresgewinn an das Versorgungswerk zu entrichten sind. Damit zahlen die Selbstständigen bei sonst vergleichbarem Einkommen bislang geringere Beiträge, sodass die späteren Renten der Selbstständigen deutlich niedriger ausfallen als bei vergleichbaren Angestellten. Ab 01. Januar 2019 beträgt der Beitragssatz für Selbstständige 15,5 %. Den Beitragssatz für die Folgejahre sowie die wichtigsten Fragen und Antworten zur Beitragssatzanhebung finden Sie in unserem FAQ – Schrittweise Anpassung des Beitragssatzes für Selbstständige. 

Weitere Änderungen der Satzung

Darüber hinaus legte der Landesausschuss den Rentenbemessungsfaktor für die Rentenpunkte der Leistungsempfänger, die im Jahr 2019 erstmals Ruhegeld beziehen, wie in den Vorjahren auf 1,0000 fest. Dieser Wert ist für die Umrechnung der Rentenpunkte in Euro maßgebend.

Zudem hat der Landesausschuss die Anpassung der Tabellenwerte zur Berechnung von Ansprüchen beim Eheversorgungsausgleich, die Erweiterung der Verlängerungstatbestände bei Waisengeldbezug sowie weitere (redaktionelle) Anpassungen von Begriffsbestimmungen und Verweisungen in andere Gesetze vorgenommen.

Über die Satzungsänderung zum 01. Januar 2019 hinaus hat der Landesausschuss bereits eine Neuregelung zur Verbesserung der Leistungen im Falle einer Berufsunfähigkeit beschlossen, die ab 01. Januar 2020 eintritt. Dabei wird die rentenwirksame Zurechnungszeit, ein Element zur Berechnung des von der Solidargemeinschaft zu tragenden Anteils der Berufsunfähigkeitsleistung, um zwei Jahre vom vollendeten 60. Lebensjahr auf das 62. Lebensjahr angehoben.