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Aktuell

BDA-Architekturpreis max45 verliehen

16.06.2017

Das Spektrum der vom Bund Deutscher Architekten (BDA) in Niedersachsen und der VHV Versicherungen mit dem Architekturpreis max45 prämierten Bauten reicht vom großzügigen Einfamilienhaus bis zur Aufstockung eines innerstädtischen Parkhauses um ein Wohngeschoss mit Penthäusern. Auch das Thema „Bauen im Bestand“ ist stark vertreten: Eine Sparkassenfiliale aus den 1970ern wurde umgewandelt in ein erstklassiges Restaurant, die Hof- und Stallanlagen eines Rittergutes wurden zum „Wohnen auf Zeit“ – zum YARD Boarding Hotel. In die Engere Wahl kam ein Wohnhaus aus dem Jahr 1947, das einen kleinen, aber sehr feinen Anbau mit viel Sichtbeton im Innenraum erhielt. Ein ehemaliges Umspannwerk, das heute eine Gastronomie sowie Büros für eine Werbeagentur beherbergt, kam ebenfalls in die Engere Wahl.

Der Juryvorsitzende Prof. Volker Staab betonte, die Nachwuchspreise gäben zugleich Aufschluss über aufkommende Themen und spiegelten die Arbeitsbedingungen für junge Büros wider. Er bedauerte, dass im Vergleich zur ersten Auslobung im Jahr 2014 das Spektrum der Bauaufgaben geringer geworden sei und öffentliche Auftraggeber fehlten. Staab appellierte an die Städte und Gemeinden, angesichts des hohen Niveaus der Einreichungen dem talentierten Nachwuchs Bauaufgaben zur Verfügung zu stellen, mit denen er sich beweisen kann.

Die fünf gleichwertig prämierten Arbeiten wurden erstmals öffentlich zur Preisverleihung am 15. Juni 2017 im Foyer der VHV-Hauptverwaltung in Hannover präsentiert und sind anschließend in Regionalausstellungen niedersachsenweit zu sehen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Weitere Informationen, auch zu den Ausstellungsstationen, stehen im Internet unter www.bda-niedersachsen.de.

 

Die Preise im Einzelnen:

Das junge Team hartmann eberlei architekten aus Oldenburg wurde für das Wohnhaus CS in Friedrichsfehn prämiert, das u-förmig einen Hof umschließt und sich damit aus der umgebenden Siedlung heraushebt. (Foto: Olaf Mahlstedt)

Das zweite prämierte Einfamilienhaus steht in Fürth, der Entwurf stammt von gropp + möller architekten aus Lüneburg. Das Preisgericht stellt fest, dass es den Verfassern hervorragend gelingt, mit dem skulpturalen Bau vielfältige Bezüge zur Umgebung herzustellen. (Foto: Uwe Mühlhäusser)

Ein weiterer Preis geht an die Architektinnen vom Büro KEFERSTEIN & SABLJO aus Hannover. Sie gestalteten die ehemaligen Hofgebäude eines Ritterguts bei Wolfsburg zur Hotel- und Apartmentanlage um. Beim YARD Boarding Hotel wurde bei allen Maßnahmen eine neue Zeitschicht sichtbar eingefügt, ohne den Charme und die Atmosphäre des historischen Ensembles zu beeinträchtigen, betont das Preisgericht. (Foto: Christian Burmester)

Der Umbau einer Sparkassenfiliale aus den 1970er-Jahren zum edlen Restaurant „TresOr“ wandelte u.a. den Tresor in einen besonderen Gastraum um. Der Architektin Isabel Fiedler von IF architecture aus Hannover spricht die Jury eine große konzeptionelle Entschlossenheit zu, indem sie einen nüchternen Funktionsbau in einen atmosphärenreichen Raum für ein hochwertiges Restaurant verwandelt. (Foto: Kambysia Karl Hakim-Meibodi)

Das Team CITYFÖRSTER architecture + urbanism aus Hannover erhielt einen Preis für die „Wohnkrone“, die Aufstockung auf einem innerstädtischen Parkhaus mit Penthauswohnungen in Hannover. Die Architekten möchten Dachflächen von Einzelhandels-, Büro- und Parkgebäuden beleben, attraktive Toplagen erschließen, vorhandene Infrastrukturen besser auslasten und die Nutzungsmischung in der Innenstadt verbessern. Die Jury lobt den dringend benötigten Anstoß einer Diskussion. (Foto: Olaf Mahlstedt)