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Aktuell

Staatspreis für Architektur wirbt für anspruchsvolles Bauen

03.03.2017

Ab dem 29. März sind die Ergebnisse des aktuellen Staatspreises für Architektur in Osnabrück zu sehen – darunter auch drei Osnabrücker Objekte (Engere Wahl) sowie eine Nominierung aus Bissendorf. Im Stadthaus 1 werden diese und natürlich das Preisträgerprojekt, das UNESCO Weltkulturerbe Mariendom Hildesheim mit Dommuseum und Annexbauten, mit Fotos, Texten und Modellen gezeigt. Alle weiteren Bewerbungen aus dem Wettbewerb sind in einer Bildschirm-Präsentation zu sehen.

Der Preis zum Thema „Bauen für die Öffentlichkeit“ war am 1. Juni 2016 in Hannover von Bauministerin Cornelia Rundt und Kammerpräsident Wolfgang Schneider an das UNESCO Weltkulturerbe Mariendom Hildesheim mit Dommuseum und Annexbauten verliehen worden (Schilling Architekten, Köln / Hahn Hertling von Hantelmann, Landschaftsarchitekten Hamburg; Bauherr: Domkapitel Hildesheim).

Zur Eröffnung am 29. März um 18 Uhr sprechen Staatssekretär Jörg Röhmann aus dem Niedersächsischen Bauministerium, Stadtbaurat Frank Otte und Kammerpräsident Wolfgang Schneider. Außerdem ist ein von Stadtbaurat Otte moderiertes Podiumsgespräch mit beteiligten Architekten und Bauherren der Objekte aus Osnabrück und Bissendorf vorgesehen.

Der Staatspreis ist die höchste Architekturauszeichnung Niedersachsens und wird vom Land in Kooperation mit der Architektenkammer Niedersachsen vergeben. Die Jury hat den Preisträger aus 96 Bewerbungen in zwei Jurysitzungen und einer Exkursion ermittelt.

Dokumentation kostenfrei in der Ausstellung
Zur Ausstellung ist eine gut einhundertseitige Dokumentation der Ergebnisse erschienen. Sie informiert umfassend über die beteiligten Projekte, die Juryarbeit und die Preisverleihung und liegt in der Wanderausstellung kostenfrei zum Mitnehmen aus.

Die Eröffnung ist am 29. März um 18 Uhr im Stadthaus 1, Natruper-Tor-Wall 2, 49076 Osnabrück. Anmeldungen werden bis zum 22. März unter staatspreis(at)aknds.de erbeten.

Die Ausstellung ist vom 30. März 2017 bis zum 21. April 2017 zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 14 Uhr.

Aus dem Kreis der aus 11 Projekten bestehenden engeren Wahl wurden neben dem UNESCO Weltkulturerbe Mariendom Hildesheim mit Dommuseum und Annexbauten zwei weitere Projekte für den Staatspreis nominiert.

PREISTRÄGER
UNESCO Weltkulturerbe Mariendom Hildesheim mit Dommuseum und Annexbauten, Hildesheim
Auszug Jurytext: „Besonders überzeugend sind zudem die städtebauliche Umgestaltung des Domhofes und seine Einbindung an den gesamtstädtischen Kontext des Dombezirks. Dies führt zusammen mit der gelungenen Innenstadtanbindung zu einer Aufwertung des umgebenden Quartiers.“
Entwurfsverfasser: Schilling Architekten (Prof. Johannes Schilling), Köln / Hahn Hertling von Hantelmann, Landschaftsarchitekten, Hamburg
Bauherr: Domkapitel Hildesheim
(Foto: Christian Richters)

NOMINIERUNGEN
Erweiterungsbau Sprengel Museum Hannover, Hannover
Auszug Jurytext: „Ein öffentlicher Bau ist zu einer öffentlichen Angelegenheit geworden. Mit dem Erweiterungsbau des Sprengelmuseums ist ein Kunststück gelungen, das dem Ort und dem Inhalt gleichermaßen gerecht wird. Der Bau ist richtungsweisend aufgrund seines ganzheitlichen Lösungsansatzes – er provoziert die Menschen, über Architektur, Baukultur und Qualitäten kontrovers zu diskutieren.“
Entwurfsverfasser: Meili & Peter Architekten AG, Zürich
Weitere Beteiligte: BAL Bauplanungs- und Steuerungs mbH, Berlin (Bauleitung) / Drewes + Speth, Hannover; Werner Sobek, Stuttgart (Tragwerksplanung)
Bauherrin: Landeshauptstadt Hannover
(Foto: Georg Aerni)

Rathaus Bissendorf, Bissendorf
Auszug Jurytext: „Durch die versetzte Anordnung der Baukörper gelingt es den Architekten beispielhaft, den öffentlichen Raum zu gliedern und neu zu definieren. Die herausgearbeiteten Freiräume des Kirchplatzes und des Bürgergartens bieten exzellente Orte öffentlichen Gemeindelebens. Mit seiner markanten Giebelform schiebt sich der Bürgersaal bis auf den Kirchplatz vor und formuliert zusammen mit dem Turmbau der St. Dionysius Kirche eine identitätsstiftende Silhouette. Aufgrund seiner  exponierten Lage sowie des bis in den Dachraum offen gestalteten Innenraums wird der Bürgersaal zum Sinnbild eines offen-demokratischen Gemeindelebens.“
Entwurfsverfasser: blocher partners, Stuttgart / Glück Landschaftsarchitektur, Stuttgart
Bauherrin: Gemeinde Bissendorf
(Foto: Christian Richters)