
LowEnergy Häuser
Die Ausstellung LOWENERGY HÄUSER, konzipiert von der Architektenkammer Niedersachsen, zeigt auf, dass eine energiesparende Bauweise im privaten Einfamilienhausbereich kostengünstig und qualitätsvoll zu realisieren ist. Die von einer Jury ausgewählten Projekte stehen beispielhaft für die Vielfalt, der von Architekten individuell geplanten Lösungen.
Zauberwürfel | Sparsame Wohnbox | Energieriegel | Wohnhaus mit klarer Linie | Wohnen und Arbeiten unter einem Dach | Bungalow mit Weitblick | Lückenschluss
In Kooperation mit Schöner Wohnen
Die Architektenkammer freut sich besonders über die Kooperation mit der Zeitschrift Schöner Wohnen, die die Ausstellung unterstützt und die Projekte in ihrem Heft präsentiert. Seit seinem Erscheinen 1960 steht Schöner Wohnen für anspruchsvolle Architektur, edles Design und niveauvolles Einrichten. Europas größtes Wohnmagazin vereint eine einzigartige Mischung aus Emotion und Information und bietet Inspiration und Ideen für die eigenen vier Wände.
Schon 1980, als in Deutschland das erste Passivhaus entstand, berichtete Schöner Wohnen exklusiv.
Seither wurden fast jedes Jahr im Rahmen des Wettbewerbs HAUS DES JAHRES Niedrigenergiehäuser ausgezeichnet und prominent vorgestellt.
Das Thema Energiesparen zieht sich wie ein roter Faden durch hunderte von Hausreportagen, war aber immer verbunden mit dem Anspruch von Schöner Wohnen an einen lässigen, modernen und persönlichen Wohnstil.
Wer baut, will schöner wohnen. Schöner Wohnen unterstützt die Aktion LOWENERGY HÄUSER der Architektenkammer Niedersachsen, denn sie beweist, dass Architekten den Spagat zwischen Ästhetik und Ökologie in grandioser Vielfalt meistern.
Besser als die EnEV erlaubt
Ein eigenes Zuhause, die eigenen vier Wande: Der Traum vom Haus ist für die meisten der größte Wunsch und zeitgleich die größte Herausforderung, die es zu meistern gilt. Wer zum ersten Mal baut, steht vor vielen Fragen, muss viele Entscheidungen treffen. Zudem muss man sich neben gestalterischen Details und Wünschen mit der Technik des Hauses beschäftigen und sieht sich mit Begriffen wie Passivhaus, EnEV, BlowerDoor Messung oder A/V-Verhältnis konfrontiert.
Zum einen fordert der Gesetzgeber einen bestimmten Standard, zum anderen sind neben den Baukosten immer auch die Betriebskosten eines Hauses zu betrachten. Mit der Energieeinsparverordnung, der EnEV 2009, hat der Gesetzgeber eine Richtlinie erlassen, die die Höhe des Energiebedarfs eines neu gebauten Hauses beschränkt. Der Grenzwert für den Energiebedarf wurde in den letzten Jahren mit der Energieeinsparverordnung weiter reduziert und die Einhaltung ist vom Planer rechnerisch und durch eine Überprufung am Objekt nachzuweisen.
2009 ist das EEG Erneuerbare-Energien-Gesetz hinzugekommen. Dies gibt vor, dass Neubauten zudem einen gewissen Prozentsatz an regenerativer Energie in der Energiebilanz vorweisen müssen, beispielsweise durch eine Solaranlage, eine Photovoltaikanlage oder durch eine Pelletheizung. Will man darauf verzichten, muss man nachweisen, dass man im Gegenzug das Haus so viel besser dämmt, dass es erst gar nicht zum Energieverlust in der Höhe des vorgeschriebenen Energiegewinns aus regenerativer Energie kommt. Beide Richtlinien sind beim Bau eines Einfamilienhauses einzuhalten. Entspricht das Haus den Vorgaben, spricht man umgangssprachlich von einem Niedrigenergiehaus.
Natürlich kann man auch mehr tun, als den gesetzlich festgesetzten Standard umzusetzen. In der Klassifizierung spricht man dann von einem KfW-Effizienzhaus 85, einem KfW-Effizienzhaus 70, einem KfW-Effizienzhaus 55, einem Passivhaus oder sogar einem Plusenergiehaus.
In der Ausstellung LowEnergy Häuser werden beispielhaft sieben Einfamilienhäuser gezeigt, die deutlich besser sind als die EnEV vorschreibt und zugleich gestalterisch hochwertig und abwechslungsreich sind. Dabei greifen sie auf unterschiedliche Energieträger zurück. Sie zeigen auf, wie individuell Bauherren mit Architekten zu ihrem persönlichen Energiesparhaus kommen. Und Ihr Favorit? Wählen Sie Ihren persönlichen Favoriten zum Publikumsliebling.
Kleines Energie-ABC
Der Endenergiebedarf ist die berechnete Energiemenge, die bei deutschlandweit gemittelten Klimaverhältnissen zur Deckung des Heizwärmebedarfs und des Trinkwasserwärmebedarfs einschließlich der Verluste der Anlagentechnik benötigt wird. Wie groß die verbrauchte Energiemenge tatsächlich ist, hängt von den Lebensgewohnheiten der Gebäudebenutzer und den jeweiligen örtlichen Klimaverhältnissen ab. Der Wert wird in kWh/(ma), Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr angegeben.
Der Primärenergiebedarf (QP) ist eine Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie zum Beispiel die CO2-Emission. Der Primärenergiebedarf berücksichtigt neben dem für das Gebäude ermittelten Energiebedarf für Heizung und Warmwasser (Endenergiebedarf) auch die Verluste zur Gewinnung, Aufbereitung, Transport und Speicherung eines Energieträgers. Um diesen Wert zu ermitteln, wird der Endenergiebedarf unter Berücksichtigung der beteiligten Energieträger mit einem Primärenergiefaktor multipliziert. Diese Primärenergiefaktoren sind in der Energieeinsparverordnung festgelegt (Heizöl 1,1 / Erdgas, Flüssiggas 1,1 / Steinkohle, Braunkohle 1,1 / Holz 0,2 / Strom 2,7).
Wird der Primärenergiebedarf (kWh) auf ein Jahr bezogen, ergibt sich der Jahresprimärenergiebedarf als Kenngröße (kWh/a).
Die Vorgabe der EnEV, wie hoch dieser Primärenergiebedarf ausfallen darf, ist nicht für alle Häuser gleich. Der Anforderungswert ist von dem Entwurf des Hauses abhangig. Will man eine Aussage über die energetische Qualität treffen, muss man den Anforderungswert und den tatsächlichen Wert des Primärenergiebedarfs miteinander vergleichen und in Relation setzen.
Die EnEV ist die Energieeinsparverordnung. Sie ist eine Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden. Als Ersatz fur die Wärmeschutzverordnung trat die erste Fassung der EnEV 2002 in Kraft, die seitdem mehrfach novelliert wurde. Heute gilt die EnEV 2009.
Architektensuche
Finden Sie Ihren Architekten, Innen- oder Landschaftsarchitekten sowie Stadtplaner aus Niedersachsen:
Architekturgalerie
Mehr qualitätsvolle Beispiele aus Niedersachsen finden Sie in unserer Architekturgalerie.
Objekte suchen
Broschüre bestellen
Fordern Sie hier Ihre kostenlose Broschüre LowEnergy-Häuser an.
Zur Bestellung
Ihre Ansprechpartnerin
Karin Binnewies
0511 28096-59
karin.binnewies(at)aknds.de


NACH OBEN