Mit dem Auszug der Kestner Gesellschaft eröffnete sich die einzigartige Möglichkeit für ein Nutzungs- und Entwurfs­konzept, das die musealen Räume mit den verglasten Patios und Sheddachbelichtungen in ihrer maßstäblichen Großzügig­keit und zugleich räumlichen Introvertiertheit einer Gestal­tung zuführt, die den Kontext und Geist des Ortes im Wohnen neu interpretiert und damit das Wohnen selbst neu definiert. Die Fassade wird bestimmt von einer Glasfläche, die wie ein übergroßes Ausstellungsplakat vor den Fensteröffnun­gen des Mittelschiffes angebracht ist. Namen und Daten vergangener Ausstellungen und Künstler erscheinen und dokumentieren die ereignisreiche Geschichte dieses Hauses. Von der Abendsonne beleuchtet erwachen diese Inschriften zum Leben. Als Lichtschriften wandern sie über Boden und Wände der dahinter liegenden neuen Räume. Wohnen ist Kunst.

 

Fertigstellung: 08.2004
BGF: 934 m²
Baukosten: 870.000 €

 

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